Mit 16 Jahren war Gert Schramm (* 28. November 1928 in Erfurt) der einzige dunkelhäutige Häftling im KZ Buchenwald. Die ungewöhnliche Geschichte eines schwarzen Deutschen, der sich im Dritten Reich, in West-, Ost- und im Nachwendedeutschland behaupten musste, ist ein eindringliches Zeugnis dafür, wie Rassismus und Ausgrenzung die Gesellschaftssysteme überdauern und was man dagegen tun kann.
Gert Schramm ist ein Zeitzeuge des Nationalsozialismus; er war der jüngste dunkelhäutige Häftling im KZ Buchenwald. Schramm wurde als Sohn von Marianne Schramm und Jack Bransken, einem afroamerikanischen Ingenieur einer US-Stahlbaufirma, geboren. Er wuchs in Witterda und Bad Langensalza auf. Nach Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald und Ende des 2. Weltkriegs im Mai 1945 kehrte er zu seiner Mutter nach Bad Langensalza zurück. Er arbeitete zunächst im Uranbergbau der Sowjetisch-Deutschen Aktiengesellschaft Wismut. 1956 bis 1964 arbeitete er in der Essener Zeche Vereinigte Hagenbeck, kehrte aber 1964, drei Jahre nach Bau der Mauer, freiwillig in die DDR zurück.
(mehr bei Wikipedia)
Ausschnitt aus einem Interview mit Gert Schramm:
Bezugsquellen:
« Kommentar zum deutschen Opfermythos – Gesprächsrunde zur Stärkung der Gesellschaft gegen Rechtsextremismus »
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