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Theresienstadt. Eine Geschichte von Täuschung und Vernichtung

22. April @ 19:00

ABGESAGT!

Neuer Termin steht noch nicht fest..

Lesung mit Wolfgang Benz

Nirgendwo kam der Zynismus der Nationalsozialisten deutlicher zum Ausdruck als in Theresienstadt. Die Weltöffentlichkeit und die zur Deportation bestimmten Juden wurden planmäßig über den Zweck der Einrichtung getäuscht. Mit ihren Lügen über Theresienstadt sind die Nationalsozialisten nicht erfolglos geblieben: Bis heute hält sich das Bild des privilegierten „Altersghetto“. Immer wieder findet man in der Literatur Hinweise darauf, dass hier die Lebensbedingungen besser waren als in anderen Lagern, dass die Kinder und Jugendlichen in den Genuss von Schulbildung gekommen seien, nirgendwo fehlt der Verweis auf das kulturelle Leben im Ghetto.

Dies alles gab es, doch wird dabei ein entscheidender Teil der Wirklichkeit ausgeblendet. Denn Theresienstadt war in das Programm der Ermordung der europäischen Juden eingebunden und von Hunger, Elend und einer hohen Sterblichkeit geprägt. Das Ghetto war hoffnungslos überfüllt und immer wieder gingen Transporte in die Vernichtungslager im Osten. Insgesamt wurden 141 000 Juden, vor allem aus der Tschechoslowakei, Deutschland und Österreich, nach Theresienstadt deportiert, nur 23 000 von ihnen überlebten den Holocaust.

Wolfgang Benz zeichnet ein Bild der Realität zwischen Hoffnung und Vernichtung, zwischen Illusion und Untergang. Sein Buch ist der wichtigste Beitrag zu einer Gesamtdarstellung der Geschichte des Ghettos Theresienstadt seit dem Standardwerk des tschechischen Zeitzeugen Hans Günther Adler aus den 1950er Jahren. Die Frage nach dem Erbe von Theresienstadt und dessen heutiger Bedeutung für die Erinnerungskultur schließt den Band ab.

Wolfgang Benz, war von 1990 bis 2011 Leiter des renommierten Zentrums für Antisemitismusforschung (TU Berlin). Zahlreiche Veröffentlichungen zu den Themen Nationalsozialismus, Antisemitismus und vergleichender Vorurteilsforschung, u. a. „Was ist Antisemitismus?“ (2005); „Nach dem Untergang. Die ersten Zeugnisse der Shoah in Polen 1944-1947“ (2014); „Antisemitismus in der DDR. Manifestationen und Folgen des Feindbildes Israel“ (2018).

Details

Datum:
22. April
Zeit:
19:00
Veranstaltungskategorie:

Veranstalter

Landeszentrale für politische Bildung Thüringen
Website:
https://www.lzt-thueringen.de

Veranstaltungsort

Musikschule Arnstadt
Unterm Markt 1
Arnstadt, 99310
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Ausschlussklausel – Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

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