Neue Wölfe im Schafspelz

Veröffentlicht von BGRE am

Was steckt hinter der rechtspopulistischen „Pro“-Bewegung?

Die Friedrich-Ebert-Stiftung, Landesbüro Thüringen veranstaltet am 17.08.2010 eine Podiumsdiskussion im Arnstädter Theater-Café.

Aus dem Veranstaltungsflyer:
Seit einigen Jahren bereits gibt es eine neuen Bewegung im rechtsextremen Spektrum. Beginnend mit der „Bürgerbewegung Pro-Köln“, die sich vor allem als Gegnerin eines Moscheebaus in Köln profilierte, entstanden in mehreren Städten ähnlicher Wählerbündnisse, die vor allem mit Islamkritik, Antiziganismus und starkem Nationalbewusstsein in die Öffentlichkeit treten. Mittlerweile gibt es auch einen bundesweiten Zusammenschluss „Pro-Deutschland“.
Diese Pro-Bewegung gibt sich gemäßigter als beispielsweise die NPD und tritt nicht offen verfassungsfeindlich auf. Dennoch offenbaren insbesondere islamfeindliche und geschichts-revisionistische Positionen, dass Bestandteile rechtsextremen Denkens vorhanden sind. Zudem unterhält die Pro-Bewegung enge Kontakte zu teilweise militanten Rechtsextremisten anderer europäischer Länder und das Führungspersonal hat vielfach selbst langjährige Erfahrungen in der NPD oder anderen rechtsextremen Organisationen. Der nordrhein-westfälische Verfassungsschutz stuft die Pro-Bewegung daher als rechtsextrem ein und auch das ARD-Magazin Monitor kommt in einer Reprotage zu dem Schluss: „Eine Bürgerbewegung mittendrin im braunen Sumpf.“
Mit dem offenen Bekenntnis des Arnstädter Bürgermeisters zur Pro-Bewegung ist es dieser erstmals gelungen, in Ostdeutschland Aufmerk-samkeit zu erregen. Dies ist Grund genug, sich einmal mit den Hintergründen und Zielen dieser neuen rechten Bewegung auseinander zu setzen. Denn die Gefahr besteht, dass sich eine nach außen gemäßigt wirkende Variante des Rechtsextremismus in Deutschland und Thüringen zu etablieren versucht.
Sie sind herzlich eingeladen, sich an der Diskussion zu beteiligen!

Moderation: Dr. Dietmar Molthagen,
Landesbüro Thüringen der Friedrich-Ebert-Stiftung


1 Kommentar

BGRE » NPD und DVU wollen in Kirchheim fusionieren | Bündnis gegen Rechtsextremismus in Arnstadt · 25. November 2010 um 17:41

[…] Rolle die “Pro Bewegung” und ihre Anwälte dabei spielen, kann man nur mutmaßen, schließlich ist eine Reihe […]

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