Für eine besinnliche Zeit – Sag Nein zur AfD!

Veröffentlicht von BGRE am

Etwa 90 Personen nahmen gestern abend an unserer Versammlung auf dem Arnstädter Holzmarkt teil, vielen Dank , dass Sie trotz Kälte und widriger Witterung ein Zeichen für Demokratie und Menschenrechte gesetzt haben!

Für diejenigen, die unser Flugblatt nicht bekommen haben, gibt es hier noch einmal den Wortlaut zum Nachlesen:

Gegen Hass und Verachtung!

Die meisten Menschen verachten gerne. Je tiefer sie auf andere herabblicken können, desto höher fühlen sie sich selbst. Diese
Verachtung gegen andere stärkt das eigenen Selbstbewußtsein.
Aus diesem Grunde pflegt der Adel auf das Bürgertum herabzublicken, und das Bürgertum auf das Proletariat. Dieser Wille, zu verachten, ist tief in der Menschenseele verankert.
Richard Nikolaus Coudenhove-Kalergi / JUDENHASS VON HEUTE
Wien 1935

Im Vorfeld der Kommunalwahlen im Mai 2019 hat die AfD beschlossen, ihren Wahlkampf durch „Montagsdemonstrationen“ als Fortführung der Proteste der Wendezeit 1989 zu inszenieren. Gegen diese Vereinnahmung eines überparteilichen Protestes für parteipolitische Zwecke wehren sich viele Arnstädter Bürger. Kritik an politischen Missständen sollte sich nicht mit einer Protestbewegung identifizieren, die letztlich zur Abschaffung des autoritären Systems der DDR geführt hat!

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Stephan Brandner rief am letzten Montag seinen
Parteifreunden zu:

Die Ideologie der DDR lebt fort. Es ist eine Ideologie des Mordes und des Todschlags, meine Damen und Herren, die uns einreden will, wie wir in Deutschland heute und hier zu leben haben.

und der Arnstädter und Gründer des Stadt-Echo, Hans-Joachim König, sagte:

Wir geben unsere Heimat nicht auf, weil sie uns gehört. Niemals. Sie wollen unsere Heimat umbauen und zerstören.
(Quelle: Afd-Kreisverband, facebook)

Wir meinen: Wer sich als Retter der Deutschen vor Mord und Totschlag und Zerstörung der Heimat inszenieren will, zeigt, was er vorhat: Die Abschaffung unseres politischen Systems, das auf Vielfalt und Kompromiss beruht und in dem unterschiedliche Lebensentwürfe respektiert werden.

Die AfD zeigt auch in Arnstadt, dass sie nicht bereit ist, die politische Vielfalt, die unsere demokratische Gesellschaft so stark macht, zu akzeptieren. Die AfD will eine andere Gesellschaft, sie will wieder einen autoritären Staat, der uns vorschreibt, was Heimat bedeutet, wie wir zu leben haben und welche Ideologie zählt.

Die AfD will genau das, was sie angeblich bekämpft! Ihr reicht es nicht, dass auch sie in den Parlamenten sitzt und ihre Stimme unüberhörbar ist. Die AfD erträgt es nicht, dass es auch andere Stimmen als ihre fremdenfeindlichen und völkischen Ansichten gibt.

Wir protestieren gegen die Vereinnahmung des demokratischen Protestes der Arnstädter Wendezeit für die autoritären Zwecke der AfD und sagen:

Nicht in unserem Namen!

Thüringer Allgemeine vom 11.12.2018

Kategorien: Allgemein

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